Technologie

10. Aug 2017

Chemnitz, SolarMax, FNN, Thüga-Gruppe, Fraunhofer IISB


Eins-Energie-in-SachsenSachsens größter Speicher: In Chemnitz hat der von Belectric errichtete Pufferspeicher den Betrieb aufgenommen. So will der Versorger „Eins Energie in Sachsen“ nun am Markt für Regelenergie Geld verdienen. Mit seiner Nennkapazität von 16 Megawattstunden gehört der Batteriespeicher zu den größten in Deutschland.
erneuerbareenergien.de, bizzenergytoday.com, stadt-und-werk.de

Repowering gewerblicher Anlagen: Der Wechselrichter- und Speicherhersteller SolarMax erweitert seine HT-Serie um vier neue Modelle mit Nennleistungen von 20 und 25 kW. Mithilfe der neuen Stringwechselrichter können Altanlagen ersetzt werden, um die Betriebs- und Wartungskosten zu senken.
ee-news.ch, pv-magazine.de

Integration Erneuerbarer ins Höchstspannungsnetz: Neben koventionellen Kraftwerken, Industrieparks und einigen besonders großen Verbrauchern sind auch Erzeugungsanlagen wie große Windparks ans Höchstspannungsnetz angeschlossen. Die bisherigen Regeln zum Netzanschluss solcher Anlagen sind allerdings über zehn Jahre alt und entsprechen nicht den Erfordernissen der Energiewende. Deshalb hat das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN) neue Anschlussregeln vorgelegt.
ew-magazin.de

PtG-Gemeinschaftsanlage übertrifft Erwartungen: Fünf Jahre lang haben 13 Partner der Thüga-Gruppe auf dem Mainova-Gelände in Frankfurt am Main die Power-to-Gas-Technologie erforscht. Die Gemeinschaftsanlage habe im Praxisbetrieb alle Belastungstests bestanden und wertvolle Erkenntnisse für die weitere Nutzung geliefert. Besonders beim Wirkungsgrad, der bezogen auf den Brennwert bei bis zu 77 Prozent lag, seien die Erwartungen übertroffen worden. Nun sei die Politik am Zug.
euwid-energie.de, stadt-und-werk.de, iwr.de

Energie im Container: Am Fraunhofer IISB in Erlangen wird ein weltweit einzigargtiges System zur kompakten Speicherung großer Energiemengen aufgebaut und ins moderne Gleichstromnetz integriert. Dabei soll die in einem Stahlcontainer verbaute Technologie die Ein- und Ausspeicherung elektrischer Energie auf Basis eines flüssigen Wasserstoffträgers ermöglichen. So soll erforscht werden, wie ein Beitrag zu sicheren und sauberen Energieversorgung von Industriebetrieben und größeren Gebäudekomplexen geleistet werden kann.
windkraft-journal.de


Technologie

17. Aug 2017

Senvion, Australien, Schadensfrüherkennung, Regelpooling, Blackout-Test, Vergleichbarkeit für Solarstromspeicher


Senvion-3.4M140-EBCSenvion installiert Schwachwind-Prototypen: Im brandenburgischen Heckelberg hat Senvion den ersten Prototypen der Turbine 3.4M140 EBC (EBC = Eco Blade Control) für Notus energy in Betreib genommen. Die Schwachwindturbine, die der Hersteller 2015 auf der Husum Wind präsentierte, ist mit einem geräuschoptimierten Rotorblattprofil und einer neuen Rotorblattsteuerung zur Verringerung der Turbinenbelastung ausgestattet.
sonnewindwaerme.de

Australiens größten Windgetriebe-Teststand hat der deutsche Getriebehersteller Winergy nun gestartet. Dafür wurde das 1.500 Quadratmeter große Servicecenter in Rockhampton im australischen Bundesland Queensland mit einem 2,8 MW Volllast-Prüfstand ausgestattet. Dort soll nun künftig jedes Getriebe, das in Rockhampton gewartet oder generalüberholt wird, ein umfangreiches Testprogramm durchlaufen.
iwr.de

Schadensfrüherkennung bei laufendem Betrieb: So lautet das Ziel eines Verbundprojektes, das am Institut für Statik und Dynamik (ISD) der Fakultät für Bauingenieurwesen und Geodäsie in Hannover koordiniert wird. Im Rahmen dessen sollen Methoden entwickelt werden, mit denen sich Schäden im Rotorblatt frühzeitig erkennen lassen – und zwar ohen die Windräder abzuschalten. So könnten langen Stillstandszeiten und hohen Kosten vermieden werden.
iwr.de

RegelPoolingRegelpooling mit Infrastrukturanlagen: Im Rahmen seines Leutturmprojektes hat der Verein InfraWatt erstmals ein virtuelles Kraftwerk für die Bereitstellung von Sekundärregelenergie mit Kläranlagen umgesetzt. Durch Verschiebung ihrer Lasten könnten bereits bestehende Kläranlagen und Wasserversorgungen so künftig vermehrt zur sicheren Stromversorgung beitragen, größere Investitionen oder die Bebauung freier Flächen wären damit nicht nötig.
ee-news.ch

Blackout-Test: In Schwerin hat der Energieversorger Wemag mittels Simulation eines regionalen Ausfall der Stromversorgung die Schwarzstartfähigkeit seines 14,5-MW-Batteriekraftwerks getestet. An das isolierte Stromnetz waren sowohl das Batteriekraftwerk als auch eine abgeschaltete Gasturbine angeschlossen. Diese konnte mithilfe des Batteriespeichers gestartet werden und danach das Stromnetz wieder hochfahren.
bizzenergytoday.com

Mehr Vergleichbarkeit für Solarstromspeicher: Der von Forschern der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) neu entwickelte System Performance Index soll die Vergleichbarkeit verschiedener Speichersysteme untereinander gewährleisten. In die neue Vergleichsgröße fließen alle Verluste sowie die tatsächlich nutzbare Speicherkapazität über einen bestimmten Zeitraum ein. So soll die neue Effizienzkennzahl zuverlässig über die Wirtschaftlichkeit eines Speichers informieren.
erneuerbareenergien.de


Technologie

24. Aug 2017

Turmkraftwerk, Smiles, Gesellschaft für solare Wärme-Projekte, Deutschlands Neubauten, Sharper Shape, Bio-Brennstoffzelle, Steinspeicher


Solar-Reserve-Port-AugustaDas bisher größte solarthermische Kraftwerk entsteht in Südaustralien: Das kalifornische Unternehmen Solarreserve wird die 438-Mio.-Euro-Anlage, die 2020 den Betrieb aufnehmen soll, in Port Augusta errichten. Das solarthermische Turmkraftwerk soll über eine Speicherkapazität von 1.100 MWh verfügen. Die Technologie wurde übrigens maßgeblich vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mitentwickelt.
erneuerbareenergien.de, euwid-energie.de

Vernetzte Speicherforschung: Wissenschaftler mehrerer Forschungseinrichtungen haben es sich zum Ziel gesetzt, eine europaweite Plattform zum Austausch von Daten und Best-Practice-Beispielen für die Integration von heterogenen Energieträgern und ihren Speichertechnologien in dezentrale Netze aufzubauen. Aus Deutschland ist das KIT am Projekt „Smart Integration of Energy Storages in Local Multi Energy Systems“ (Smiles) beteiligt und koordiniert dieses auch.
euwid-energie.de, pv-magazine.de

Gesellschaft für solare Wärme-Projekte: Die Wohnungsgenossenschaft AWG Sternberg und der Schweriner Energieversorger WEMAG haben eine neue Gesellschaft zur Umsetzung von Wärme-Projekten gegründet. Gemeinsam soll die Warmwassergewinnung durch Sonnenenergie sowie die Fernwärmeversorgung vorangetrieben werden. Bei der Firma Energiedienste Sternberg übernimmt die AWG die kaufmännische, WEMAG Energiedienste die technische Betriebsführung von Anlagen.
ee-news.ch

Wärme für Deutschlands Neubauten: Erneuerbare Energien werden in Deutschland immer öfter als Heizquelle genutzt. So werden aktuell 66 Prozent der knapp 110.000 im vergangenen Jahr fertiggestellten Neubauten ganz oder zum Teil mit Wärme aus Erneuerbaren beheizt, heißt es vom Statistischen Bundesamt – das macht Platz zwei hinter Gas.
enbausa.de

Scharfe Aufnahmen: Stromversorgungsunternehmen können ab sofort den automatischen Detailermittlungsservice (Automatic Detailed Inspection, ADI) von Sharper Shape Inc. nutzen. Der Service ist der erste, der auf gewerblichen Drohnen basiert, die automatisch erstellten Flugstrecken folgen, um aus der Nähe und aus verschiedenen Winkeln Aufnahmen von Isolatoren, Kabelverbindungen und weiteren wichtigen Komponenten zu erstellen. Mithilfe der unbemannten Fluggeräte sollen Sicherheit, Geschwindigkeit und Effizienz bei visuellen Detailinspektionen der Anlagen von Energieversorgern erhöht werden.
youtube.com, windkraft-journal.de

Schweißtreibende Angelegenheit: Forscher der Universität von Kalifornien San Diego (UCSD) haben eine Bio-Brennstoffzelle entwickelt, die mit Schweiß betrieben wird. Diese wird wie ein Pflaster auf der Haut aufgebracht und enthält ein Enzym, das die im menschlichen Schweiß vorhandene Milchsäure oxidiert, um Strom zu erzeugen. So könnten beispielsweise beim Joggen MP3-Player und andere mobile Geräte versorgt werden.
pubs.rsc.org, golem.de

Update aus Hamburg-Bergedorf: Auf einem Testfeld in dem Hamburger Stadtteil arbeiten Siemens, Hamburg Energie und die TU Hamburg-Harburg an einem neuartigen Energiespeicher mit natürlich vorkommendem Gestein als Speichermedium (wir berichteten). Im aktuellen Testaufbau werden die thermischen Voraussetzungen des Speicherverfahrens erprobt, zunächst ohne Rückverstromung. Im Frühjahr soll dann die komplette Energieumwandelung vom Strom zur Wärmespeicherung in der Steinschüttung und wieder zurück zum Strom getestet werden.
windkraft-journal.de